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Bastian Raiss
Der Ursprung eines jeden meiner Werke ist der Zufall; hier in Form einer Kritzelei, einer Studie, einer Skizze, eine sich daraus ergebende Inspiration. Diesem Ansatz folgt die Ausführung auf Papier oder Leinwand, wobei dieser Prozess dann gedanklich und handwerklich wesentlich zielgerichteter ist. Obgleich - auch hier sind weitere Zufälle oder gar radikale Änderungen nie ausgeschlossen. Im Idealfall ergibt sich eine Mischung aus stringenter Logik, verbogener Logik, Hyperrealismus, Absurdität und eventuell sogar ein schönes Bild.
Frühe künstlerische Einflüsse habe ich aus der Pop-Art, dem Surrealismus, der Ikonographie der Comics und dem Durchblättern der zahlreichen Kunstbände meines Elternhauses. Das Aufwachsen in Brasilien, eine strenge britische Erziehung und ein Studium der Volkswirtschaft in den USA prägten zudem meinen Blick und Sicht auf die Welt.
In späteren Jahren kamen weitere Elemente hinzu; Spuren aus Werbung, Design, Film und Trickfilm gesellen sich in vielen Werken mehr oder weniger deutlich sichtbar dazu. Alltägliches wie Mensch, Tier, Staubsauger, Kugellager, Schuhe oder Bürostühle begegnen sich in ungewöhnlichen Kontexten und erschaffen, so hofft es wenigstens der Künstler, eine Realität die anders, größer, interessanter und schöner ist als das, was diesen Elementen eigentlich zuzutrauen wäre.
Die Kommunikation und/oder Konfrontation der Dinge entlockt ihnen bisher nicht vermutete innewohnende Qualitäten. Profane Objekte verwandeln sich in Symbole und komponieren gern noch einen Kommentar, eine Beobachtung oder auch eine Kritik zur schönen und bizarren Welt, in der wir leben.